Die Dirndlschleife – das süßeste Detail am Dirndl

Schleife links, Schleife rechts; mit Charivari oder Kettengürtel; edel glänzend oder zarter Tüll; Streublümchen-Muster oder großes Print-Motiv –
die Dirndlschürze ist ganz entscheidend für Ihren Wiesn-Look.

Fast Jeder weiß inzwischen, dass die Schleifen-Seite angibt, ob die Dirndl-Trägerin vergeben (rechte Seite) oder Single (links) ist. Seltener sieht man die Schleife vorne mittig (Jungfrau) oder hinten (verwitwet) gebunden.

Diese Aussagekraft rückt die Dirndlschleife in den Mittelpunkt des Interesses, daher ist es ratsam, die Schleife nicht nur auf der richtigen Seite, sondern auch sorgfältig und hübsch zu binden.  Deshalb dreht sich unser Trachteria-Blog diesmal ausschließlich um das süßeste Detail am ganzen Dirndl: Die Schleife!

Die Basis ist eine glatt gebügelte Dirndlschürze inkl. Bänder. Je nach Material darf die Schürze selbst gebügelt werden (z. B. Baumwolle) oder muss in die Reinigung (Seide etc.). Für Dirndl-„Anfängerinnen“ etwas ungewohnt, aber entscheidend: Die Dirndlschürze wird nicht auf der Hüfte, sondern in der Taille getragen.

Die Dirndlschürze wird vorn mittig platziert und die beiden Schürzenbänder werden hinten am Rücken überkreuzt. Hierbei ist sorgfältiges Legen gefragt, denn umso exakter die beiden Bänder übereinander liegen, umso besser sieht es aus. Abhängig vom Material der Schürzenbänder und von der Fingerfertigkeit der Dirndlträgerin ist es ratsam, sich von einer Freundin oder dem Partner dabei helfen zu lassen. Vor einem großen Spiegel den perfekten Sitz am Rücken kontrollieren, bevor es weitergeht!

Nun führt man die Bänder wieder nach vorne und legt sie auf der gewünschten Körperseite über Kreuz. Jetzt beginnt man mit der eigentlichen Schleife. Hierfür wird eine Seite (wie beim Schuhe schnüren) umgeschlagen. Jetzt muss auf die weiterhin glatte Form der Bänder geachtet werden. Erst beim sorgsamen Festziehen des Knotens, entstehen Falten im Stoff, die unvermeidlich sind. Beide Schlaufen zieht man vorsichtig auf die gleiche Größe. Die Schleife sollte direkt auf dem Schürzenband sitzen und nicht zu groß und „schlapp“ herunter hängen. Zum Abschluss zupft man die Schlaufenbänder auf ihre maximale Breite zurecht. Geschafft – fertig ist die Dirndlschleife!

Besonders attraktive Schleifen lassen sich aus folgenden Stoffen binden:

Feste Baumwollstoffe, gut gebügelt und ggf. gestärkt. Wildseide, die ihren natürlichen Stand noch hat. Um diesen zu bewahren niemals selbst waschen, sondern in die Reinigung geben. Entsprechende Polyester-Mischgewebe; dafür am besten vor dem Kauf ausprobieren.

Besonders glatte Schürzenbänder aus Satin und ähnlichen Stoffarten lassen die Schleifen leicht außer Form geraten, gerade beim Tanzen. Der Knoten lockert sich, die Bänder verrutschen, die Schleife löst sich. Deshalb sollte man Dirndlschürzen aus solchen Materialien öfters überprüfen und ggf. neu binden. Mit kleinen Tricks können allerdings auch diese „schwierigen“ Dirndlschleifen bildschön und stabil gefertigt werden. Winzige Sicherheitsnadeln (z. B. am Knoten) und doppelseitiges Klebeband (an der Kreuzungsstelle der Bänder am Rücken und vorne etc.) können den instabilen Schleifen zur gewünschten Form verhelfen und sie den ganzen Abend lang fixieren. Ein Doppelknoten wäre nur in der Theorie die Lösung für eine haltbare Schleife – das sieht nicht gut aus und passt nicht zum eleganten Auftritt eines Dirndls. Bitte nicht vergessen, evtl. angebrachte Nadeln und Klebepunkte beim Ablegen der Dirndlschürze wieder zu entfernen, damit der Stoff keinen Schaden nimmt.

Eine große Auswahl verschiedenster Dirndlschürzen für jeden Geschmack und Anlass finden Sie hier in unserem Onlineshop sowie in Bruckmühl im Trachteria Store und Trachteria Atelier. Gerne beraten wir Sie hier auch direkt über das richtige Binden der Dirndlschleife  – es wäre uns eine Freude!

 

 


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